Eine Lampe anschließen – darauf müssen Sie achten

Lampen in verschiedensten Varianten bringen angenehmes Licht in die Wohnung und strukturieren unsere Räume. Damit wir das wohlige Licht genießen können, müssen die Lampen aber erst einmal angeschlossen werden. Wie werden die Leuchten richtig an der Decke oder Wand angebracht und worauf sollten Sie unbedingt achten?

Was für das Anschließen einer Lampe benötigt wird

Das Anschließen von fest installierbaren Lampen ist meist nicht schwer, wenn sich in den Räumen bereits Befestigungshaken an der Decke oder der Wand befinden. Notwendig ist neben einem Schraubenzieher und eventuell einer Leiter vor allem ein Spannungsprüfer, welcher anzeigt, ob bei einem Kabel Spannung anliegt bzw. ein Stromfluss vorhanden ist.

Viele Heimwerker verwenden einpolige Spannungsprüfer. Diese ähneln einem Schraubenzieher, besitzen einen glasklaren Griff und einen isolierten Hals. Die kleine Glimmlampe im Inneren leuchtet auf, wenn der Spannungsprüfer an eine stromführende Leitung gehalten wird. Die Prüfer sind meistens für einen bestimmten Spannungsbereich zugelassen (z.B. 100 bis 240 Volt). Für den Kfz-Bereich, wo Spannungen wesentlich geringer sind, kommen andere Modelle zum Einsatz, die nicht für Arbeiten an der Hauselektrik geeignet sind. Es dürfen nie zwei Spannungsprüfer gleichzeitig verwendet werden, denn das kann zu Kurzschlüssen und Stromschlägen führen. Profis setzen meist auf einen zweipoligen Spannungsprüfer. Dieser besitzt zwei isolierte Prüfspitzen, die über ein Kabel verbunden sind. Eine der Spitzen verfügt über eine Anzeige, die neben dem Phasenprüfen weitere Funktionen erlaubt, etwa das Testen der Spannungshöhe.

Welche Kabel zur Lampe führen

Dort, wo bereits ein Anschluss für eine Lampe vorgesehen ist, haben Sie es meistens mit einem aus der Wand oder der Decke hängendem Kabel zu tun, welches drei Drähte beherbergt: einen gelb-grünen, einen blauen und einen braunen. Der gelb-grüne Draht ist der Schutzleiter, auch als Erdung (PE) bezeichnet. Dieser dient der Sicherheit und sorgt dafür, dass die Sicherung bei einem Kurzschluss herausspringt und dadurch Schlimmeres verhindert. Das blaue Kabel ist meistens der Neutralleiter. Dieser führt den Strom wieder von der Lampe weg und schließt damit den Stromkreis. Das braune Kabel ist die sogenannte Phase, die den Strom zur Lampe führt. Anders kann das Farbenspiel aussehen, wenn die Elektroinstallation schon älter ist, denn vor den 1960er Jahren waren die Erdungen grau, die Schutzleiter rot und die Phasen schwarz. In einem Altbau fehlt manchmal ein Draht; hier ragen nur der Nullleiter und die stromführende Phase aus der Wand bzw. Decke.

Vor dem Anschließen: Stromfluss sicher unterbrechen

Nun geht es los, die Lampe liegt bereit, die Leiter ist aufgestellt, aber eines sollte auf keinen Fall vergessen werden: Das Deaktivieren der Sicherung. Drehen Sie die Sicherung im Sicherungskasten heraus oder (bei neueren Sicherungssystemen) schalten Sie diese ab, sodass kein Strom mehr fließt (Hebel der Sicherungstaste nach unten schieben). Nur den Lichtschalter auszumachen genügt nicht, denn es liegt dennoch Spannung am Kabel an. Wenn sich der Sicherungskasten nicht in der eigenen Wohnung befindet, sondern im Flur oder Keller, sodass auch andere Personen Zugang zu diesem haben, empfiehlt sich ein Hinweisschild, dass die Sicherung nicht wieder angeschaltet werden darf. Um ganz sicher zu gehen, sollte mit dem Spannungsprüfer am Kabel getestet werden, ob auf der Leitung wirklich keine Spannung mehr anliegt – falls doch, leuchtet der Spannungsprüfer auf.

Die Lüsterklemme hält alles zusammen

Wenn noch keine Lüsterklemme (weiße, längliche Klemme) vorhanden ist, muss diese angebracht werden. In jede Öffnung der Klemme kommt eines der Kabelenden, das dann festgeschraubt wird. Sind die frei liegenden Kabelenden (die nicht von Kunststoff umhüllt sind) dafür nicht lang genug, dann entfernen Sie ein Stückchen der Kunststoffummantelung mit einer Abisolierzange.

Wichtig: Die Schrauben an der Lüsterklemme müssen nicht vollständig gelöst werden, sondern nur so weit, dass die Enden der Drähte hineingeschoben werden können. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die Schrauben herausfallen und da diese sehr klein sind, ist es nicht immer leicht, sie wiederzufinden.

Der Haken an der Decke

Neben den Kabelenden sollte ein Haken aus der Decke oder der Wand hängen, der dazu dient, eine schwerere Lampe zu halten. Ist noch kein Haken vorhanden und kann die Lampe nicht anders fixiert werden (z.B. an Paneelen), dann muss dieser auch noch eingebracht werden. Mit Hilfe eines Dübels gelingt die Fixierung am schnellsten. Der Haken wird dann in den Dübel eingedreht, die Lampe an den Haken gehängt (bzw. fixiert) und das Kabel der Lampe ebenfalls über die Lüsterklemme angeschlossen.

Nur sehr wenige Lampen benötigen keinen Haken. Soll nur eine leichte Fassung aufgehängt werden, die weder einen Lampenschirm noch einen Baldachin besitzt, kann auf den Haken in der Decke verzichtet werden, etwa wenn während eines Umbaus nur eine temporäre Lichtquelle benötigt wird und es nicht stört, dass die Lüsterklemme ohne Verkleidung sichtbar aus der Decke hängt.

Kabel der Farbe nach verbinden

In der Lüsterklemme werden die Drahtenden der Lampe farblich passend zu den vorher angeschlossenen Drähten des stromführenden Kabels fixiert – zuerst der gelb-grüne Schutzleiter, dann die Erdung und zuletzt die Phase. Bei einer älteren Wohnung muss aufgrund der anderen Farben der Hausinstallation umgedacht werden. Wenn der Schutzleiter aus der Decke fehlt, dann sollte die Lampe selbst schutzisoliert sein (erkennbar an der Schutzklasse zwei: "sichere elektronische Trennung"). Schutzarten spielen auch dort eine wichtige Rolle, wo die Leuchten im Bad oder Außenbereich angeschlossen werden, da hier Kontakt mit Wasser möglich ist. Für beide Anwendungsbereiche sollten die Lampen mindestens die Schutzart IP44 aufweisen.
Mehrere Lampen und Serienschaltungen anschließen Etwas aufwändiger wird es, wenn nicht nur eine einzelne Lampe, sondern eine Lampengruppierung angeschlossen werden soll. Hier werden mehrere Lampen in Serie geschaltet und es kommt ein vier- oder fünfadriges Kabel zum Einsatz. Das kann Kronleuchter mit mehreren Fassungen ebenso betreffen wie die Spiegelbeleuchtung im Badezimmer oder Stromschienen. Mit dem Spannungsprüfer wird vor dem Anschluss getestet, welcher Phasendraht geschaltet ist, um diesen den Anschlüssen zuordnen zu können.

Um herauszufinden, welche Leitung welche Aufgabe hat, muss die Sicherung aktiviert werden. Die Prüfung findet also unter Spannung statt und daher ist große Sicherheit geboten. Für das eigentliche Anschließen wird die Sicherung wieder deaktiviert.

Die letzten Schritte beim Anschließen einer Lampe

Ist ein Kabeldeckel vorhanden, dann wird dieser so weit wie möglich nach oben geschoben. Darunter lässt sich die Lüsterklemme wunderbar verstecken, um ein schönes optisches Ergebnis zu erhalten. Bei Deckenstrahlern muss die Abdeckung oft festgeschraubt werden. Nach dem Anschalten der Sicherung erfolgt die Prüfung, ob die neu installierte Lampe auch leuchtet.

Warum Vorsicht geboten ist

Arbeiten an elektrischen Leitungen können, wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt werden, gefährlich sein und geschehen auf eigenes Risiko. Bei Unklarheiten ist es daher wichtig, einen Fachmann um Rat zu fragen. Das gewerbliche Arbeiten an solchen Leitungen ist rechtlich gesehen nur ausgebildeten Fachkräften vorbehalten.

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